Sicherheit beim Wild Campen
Von Mirco | 29. Juni 2010 | Kategorie: Allgemein | 1 Kommentar »WildCampen ist Frei. Das mit diesem Grundsatz auch Verpflichtungen einhergehen steht unzweifelhaft fest.
Ein weiterer Aspekt des Wildcamping ist die Sicherheit. Wild Campen findet fernab von bewirtschafteten Campingplätzen oder bewachten Parkplätzen statt. Meist an sehr abgelegenen Orten wo sich (hoffentlich) keine Menschenseele ausser dem Camper selbst aufhält.
Damit gehen aber auch Risiken einher: Die Kriminalität macht selbst vor dem naturverbundenen und sparsamen Freicamper nicht halt.
Was kann passieren
Zunächst einmal: passieren kann alles. Ein Ast könnte vom Baum fallen und deinen kleinen Zeh brechen. Vorsicht ist also angesagt, übertreiben sollte man es aber nicht. Die Mehrzahl aller Wildcamping Touren verläuft ohne nennenswerte Zwischenfälle – Überfälle etc. sind nur die Ausnahme.
Dann hängt es ganz entscheidend vom Land und Ort ab an dem man sich aufhält. Bevor man sich also auf den Weg ins Abenteuer macht sollte man sich gründlich über die Kriminalität am Zielort informieren.
In der Regel ist die Kriminalität in Form von Überfällen und Diebstahl an Touristen / Campern in touristischen Ballungszentren am höchsten. Wer hingegen abgelegene und unbekannte Orte bereist wird sich kaum Sorgen machen müssen.
In Reiseberichten und Zeitungsmeldungen findet man nähere Informationen über die möglichen Gefahren:
Gas als Betäubungsmittel wird gern eingesetzt um die Ofer dann im Schlaf auszurauben. Leider schrecken manche Täter auch nicht davor zurück tödliche Gase anzuwenden.
Das Aufbrechen des Wohnmobils, Autos oder sonstigem während man nicht da ist passiert am häufigsten.
Raubüberfälle sind zwar selten aber dafür umso brutaler: Meist zwingen vermummte und bewaffnete Personen das Opfer zur Herausgabe aller Habseligkeiten inkl. Reisedokumente.
Die Räuber gehen oft sehr dreist und geschickt vor. Eine hundertprozentige Sicherheit wird es daher nie geben können.
Von Wert ist für die Räuber eigentlich alles: Schmuck, Elektronik, Geld, Reisedokumente aber auch Kleidung und Essen.
Diese Orte sollte man generell meiden
- Autobahnrastplätze
- Unbewachte Parkplätze in touristischen Ballungszentren
- Allgemein touristische Ballungszentren
- Großstädte
- Problemviertel
Sicherheitsvorkehrungen – Das kann man Tun
Wer nach den obigen Ausführungen lieber auf Nummer sicher geht dem kann man das nicht verübeln. Hier nun einige Tipps wie man die eigene Sicherheit steigern kann:
Pfefferspray bekommt man eigentlich überall. Es ist nicht sperrig oder teuer und kann überall mithin genommen werden. Das Spray dient zur kurzfristigen Aussergefechtsetzug des Angreifers und verschafft einem so zeit zur Flucht oder bringt den Anfgreifer selbst zum Flüchten. Zu beachten ist aber die besondere Rechtliche Situation beim Pfefferspray. Mal wird es als “Waffe” eingestuft, mal nicht. Man sollte sich also vorher informieren wie der Besitz von Pfefferspray im Zielland gehandhabt wird. Auf Wikipedia gibt es dazu ein paar Infos.
Eine Gaswarnanlage im Wohnmobil oder Ähnlichem ist zwar etwas teurer, schützt aber vor Gasangriffen.
Eine Alarmanlage im Wohnmobil oder Ähnlichem warnt beim Versuch des Gewaltsamen Eindringens.
Geäst dienst als natürliche Alarmanlage. Legt man trockene Äste um seinen Zeltplatz oder Auto hört man schnell wenn sich jemand nähert.
Im Nachhinein hilft ine Reisegepäckversicherung nur bedingt. Die meisten zahlen nur beim nächtigen auf offiziellen Campingplätzen oder versuchen sich anderweitig um ihre Zahlungspflicht herumzureden. Es ist daher vorher sorgfältig zu prüfen wann die Versicherung zahlt und wann nicht.
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